Zeit zu reden: Kampf um Aufmerksamkeit.

Eine kritische Diskussion über Protestbewegungen weltweit, Strategien der Mobilisierung und Lehren aus der Palästinasolidarität

Auf Deutsch

19. März 2026, 19:00 — 19. Februar 2026, 22:00

Spore Initiative
Hermannstraße 86, 12051 Berlin

Die Aufmerksamkeit für politische Bewegungen ist ungleich verteilt, manche erfahren mehr Unterstützung und Solidarität als andere. Daraus erwachsen mitunter Konkurrenz und Missgunst. Warum ist aus der Palästinasolidarität eine internationale Bewegung geworden, was gelingt der „Frau, Leben, Freiheit“-Kampagne besser als anderen und wie organisiert man in kurzer Zeit grenzüberschreitende Aktionen wie für die Kurd:innen in Rojava?

In vielen Bewegungen treffen unterschiedliche Erfahrungen mit Rassismus, Kolonialismus und Besatzung aufeinander. Auch politische Interessen und Machtmechanismen spielen eine Rolle und führen mitunter zu selektiver statt inklusiver Solidarität. Dann werden Aktivist:innen oder Opfer von Gewalt gegeneinander ausgespielt statt als Verbündete anerkannt. Was aber hindert uns daran, aus einer rein menschenrechtlichen Perspektive auf Palästina/Israel, Syrien und Iran zu blicken und dabei die Situation im Jemen, im Sudan und in der Ukraine nicht aus den Augen zu verlieren?

Jede Bewegung ist außerdem mit anderen Herausforderungen konfrontiert, die einen sind intern zerstritten, andere mit besonders starker staatlicher Repression konfrontiert, manche haben für ihren Kampf um Freiheit und Gleichberechtigung kaum Ressourcen. Was könnte man voneinander lernen? Wie sich gegenseitig unterstützen? Das Panel diskutiert, wie Allianzen über Grenzen hinweg entstehen und welche Strategien dabei helfen, gemeinsam zu mobilisieren, statt Solidarität zu hierarchisieren.

Mit Dilara Lorin, Tareq Sydiq, Anna Younes. Moderiert von Sonja Zekri

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