Liebe Freund:innen,
das Timing war perfekt: Bundeskanzler Friedrich Merz hatte erklärt, Palästinenser:innen hätten wegen der Waffenruhe in Gaza keinen Grund mehr zu demonstrieren und Migranten seien ein Problem für das Stadtbild, das man mit Abschiebungen lösen könne. Dann kritisierten auch noch sechs UN-Sonderberichterstatter Deutschland wegen der Verfolgung, Unterdrückung und Kriminalisierung palästinasolidarischer Proteste. Höchste Zeit also, sich sachlich und hintergründig mit Palästinasolidarität in Deutschland zu beschäftigen.
Am Donnerstag, den 16.10.2025, diskutierten die Juristin Natali Gbele, der Kinderarzt Qassem Massri, die Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer und der Protestforscher Peter Ullrich mit Kristin Helberg über die Geschichte und Entwicklung der Palästinasolidarität, warum sie öffentlich so stark angegriffen wird und was diese Wahrnehmung mit antipalästinensischem Rassismus und autoritären Tendenzen in Politik und Gesellschaft zu tun hat. Eine spannende und extrem wichtige Debatte – wer nicht dabeisein konnte, findet den Mitschnitt hier.
Im Vorfeld hatten wir eine kleine Umfrage zur Stimmungslage der in Deutschland lebenden Palästinenser:innen gemacht, hier geht´s zu den zum Teil erwartbaren, zum Teil überraschenden Ergebnissen.
Am 13.11.2025 steht bei Zeit zu reden international ein weiteres drängendes und sensibles Thema an – den tabuisierten und völkerrechtlich relevanten Begriff des Genozids und seine Anwendung auf das Geschehen in Gaza. Auf Englisch sprechen wir darüber mit Diana Buttu, Mouin Rabbani und Michael Sfard. Informationen zu Panelisten und Inhalt finden Sie hier
Am 15.11.2025 hält Mouin Rabbani einen Vortrag (ebenfalls auf Englisch) über die palästinensische Nationalbewegung im bUm Berlin, Paul-Lincke-Ufer 21, 10999 Berlin. Der Eintritt ist auch hier frei.
Wir freuen uns auf den Austausch und die persönliche Begegnung mit Ihnen und danken für Ihr Interesse.
Herzlich grüßt das
Zeit zu reden Team
Ido Arad, Haig Ghokassian & Kristin Helberg

