{"id":1918,"date":"2026-04-27T19:07:02","date_gmt":"2026-04-27T19:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/zeitzureden.org\/?post_type=nor-press&#038;p=1918"},"modified":"2026-04-28T05:39:38","modified_gmt":"2026-04-28T05:39:38","slug":"stellungnahme-der-initiative-zeit-zu-reden-zu-tagesspiegel-artikel-vom-25-04-2025","status":"publish","type":"nor-press","link":"https:\/\/zeitzureden.org\/en\/pressentries\/stellungnahme-der-initiative-zeit-zu-reden-zu-tagesspiegel-artikel-vom-25-04-2025\/","title":{"rendered":"Stellungnahme der Initiative Zeit zu reden zu Tagesspiegel-Artikel vom 25.04.2025"},"content":{"rendered":"\n<p>In einem Artikel f\u00fcr den Tagesspiegel vom 25. April 2026 (Neuk\u00f6llner Kulturhaus bietet B\u00fchne f\u00fcr Extremisten: &#8220;Radau-Antizionisten machen radikale Positionen salonf\u00e4hig&#8221;) versuchen der Tagesspiegel-Redakteur Sebastian Leber und die freie Journalistin und Lehrerin Silvia Stieneker, die Spore Initiative in Berlin-Neuk\u00f6lln als Veranstaltungsort zu diskreditieren. Die auf selektiver Darstellung und pauschalen Vorw\u00fcrfen basierende Diffamierung einzelner Personen bis hin zum Stifter Hans Sch\u00f6pflin selbst zeigt, unter welch gro\u00dfem Druck \u00f6ffentliche Diskursr\u00e4ume und zivilgesellschaftliche Initiativen inzwischen stehen unabh\u00e4ngig davon, ob sie staatlich oder privat gef\u00f6rdert werden. Wir kennen und sch\u00e4tzen die Arbeit der Spore Initiative und stehen selbstverst\u00e4ndlich solidarisch an der Seite von Hans Sch\u00f6pflin und seinem Team. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Artikel greift auch unsere Initiative Zeit zu reden an. Im Verlauf des Textes zitieren die beiden Autoren einzelne Mitwirkende von Veranstaltungen, die Zeit zu reden in der Spore Initiative organisiert hat \u2013 sowohl Expertinnen und Diskutanten auf dem Panel als auch Stimmen aus dem Publikum, ohne diese in den jeweiligen Kontext der Diskussion einzuordnen. <\/p>\n\n\n\n<p>So lassen die Autoren unerw\u00e4hnt, dass am 18.09.2025 neben der Politikwissenschaftlerin Helga Baumgarten der V\u00f6lkerrechtsexperte Christian Marxsen, der Historiker Dieter Reinisch und der SPIEGEL-Journalist Christoph Reuter \u00fcber das Recht auf Widerstand unter Terrorverdacht diskutierten. Bei der Veranstaltung zur pal\u00e4stinasolidarischen Bewegung sa\u00dfen am 16.10.2025 neben dem Kinderarzt und Aktivisten Qassem Massri die Juristin Natali Gbele, die Sprach- und Medienwissenschaftlerin Sabine Schiffer und der Soziologe Peter Ullrich auf dem Panel. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Versuche der beiden Autoren des Tagesspiegel-Artikels, israelkritische \u00c4u\u00dferungen zu kriminalisieren und zu diskreditieren (\u201eTerrorverharmlosung\u201c, \u201eD\u00e4monisierung Israels\u201c, \u201eVertreter extremistischer Positionen\u201c) zeigen beispielhaft, warum Formate wie Zeit zu reden so wichtig sind. Denn bei uns lernt man, was der Unterschied zwischen Judenhass und Israelkritik ist; warum es sowohl im Grundgesetz als auch im V\u00f6lkerrecht ein Recht auf Widerstand gibt und wo die strafrechtlichen Grenzen verlaufen; dass Sanktionen und Boykotte legitime Druckmittel gegen\u00fcber Staaten, ihren Institutionen und Repr\u00e4sentanten sind, um diese zu einem v\u00f6lkerrechtskonformen Handeln zu zwingen (weswegen die BDS Bewegung weder verboten noch antisemitisch ist); und inwiefern die permanente Gleichsetzung von Antisemitismus mit Israelkritik dem in Deutschland so wichtigen Kampf gegen Judenfeindschaft als gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit schadet.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies sind nur die von Leber und Stieneker erw\u00e4hnten Themen bzw. Veranstaltungen. Insgesamt haben wir seit September 2024 mehr als 20 Paneldiskussionen (und einige Workshops f\u00fcr Studierende) organisiert, bei denen renommierte Wissenschaftler:innen, Intellektuelle sowie Vertreter:innen von Nichtregierungsorganisationen und Medien diskutiert haben \u2013 nicht nur in Berlin, sondern auch in M\u00fcnchen, Hamburg und Leipzig. Unter unseren Panelteilnehmenden waren Stephan Detjen, Gesine Schwan, Richard David Precht, Naika Foroutan, Kai Hafez, Stephanie Sch\u00fcler-Springorum, Mathias Rohe, Julia Duchrow, Daniel Marwecki, Susan Neiman, Michael Barenboim, Wolfgang Benz und der stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Heiko Teggatz. Im Publikum sitzen neben pal\u00e4stinasolidarischen Aktivist:innen auch Vertreter politischer Stiftungen, Think Tanks, NGOs und Medien, ehemalige und aktuelle Mitarbeitende staatlicher Beh\u00f6rden und Ministerien, Universit\u00e4tsangeh\u00f6rige und viele engagierte (und besorgte) B\u00fcrger:innen, die wegen des ehrlichen Austauschs und der politischen Bildungsarbeit von Zeit zu reden kommen. <\/p>\n\n\n\n<p>S\u00e4mtliche Veranstaltungen und alle Mitwirkenden finden sich auf unserer Internetseite (<a href=\"https:\/\/zeitzureden.org\/mitwirkende-page\/\">https:\/\/zeitzureden.org\/mitwirkende-page\/<\/a>). Wer sich ein eigenes Bild \u00fcber die Inhalte machen m\u00f6chte, kann alle Panels auf unserem YouTube-Kanal anschauen (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/@ZeitZuReden\/videos\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.youtube.com\/@ZeitZuReden\/videos<\/a>). <\/p>\n\n\n\n<p>Nichts an unserer Arbeit ist extremistisch oder antisemitisch, denn unsere Debatten finden stets auf der Grundlage von Menschenrechten, V\u00f6lkerrecht und den Prinzipien des deutschen Grundgesetzes statt. Wer Zeit zu reden kennt, sch\u00e4tzt genau diesen klaren Kompass. \u201eRadikal\u201c m\u00f6gen manche der ge\u00e4u\u00dferten und diskutierten Positionen nur deshalb wirken, weil eine sachliche und faktenbasierte Debatte im Kontext Israel\/Pal\u00e4stina in Deutschland kaum stattfindet und weiterhin erschwert und verunm\u00f6glicht wird. Der Tagesspiegel-Artikel ist ein weiterer Versuch in diese Richtung, er best\u00e4rkt und motiviert uns in unserer Arbeit und bringt Zeit zu reden hoffentlich weitere Interessierte und Unterst\u00fctzer:innen. <\/p>\n\n\n\n<p>Berlin, 27. April 2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Das Team von Zeit zu reden<\/p>\n\n\n\n<p>Ido Arad, Haig Ghokassian und Kristin Helberg<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/zeitzureden.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Stellungnahme-Zeit-zu-reden-Tagesspiegel.pdf\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/zeitzureden.org\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Stellungnahme-Zeit-zu-reden-Tagesspiegel.pdf\"><strong>Download &#8211; Stellungnahme der Initiative Zeit zu reden zu Tagesspiegel-Artikel vom 25.04.2025<\/strong><\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zeit zu reden\u00a0&#8211;\u00a027. 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