English version below
Liebe Freunde,
in diesen Tagen trifft sich die Welt zur UN-Generalversammlung in New York. Während Israels Premierminister Benjamin Netanjahu aus Angst vor Verhaftung wieder einen Umweg nimmt, sitzt die palästinensische Delegation das zweite Jahr hintereinander in Ramallah fest. Früher wurden deshalb ganze UN-Debatten nach Genf verlegt (nur so konnte PLO-Chef Yassir Arafat 1988 vor der Generalversammlung sprechen), heute schickt Mahmoud Abbas eine Videobotschaft.
Keiner der beiden Politiker spricht für die Menschen, um die es kommende Woche bei Zeit zu reden geht: die zwei Millionen palästinensischen Staatsbürger:innen Israels. Sie machen 20 Prozent der israelischen Bevölkerung aus und auch sie sind aufgerufen, am 27. Oktober eine neue Knesset zu wählen. Höchste Zeit also für einen genaueren Blick auf diese Gruppe der Palästinenser:innen. Wie geht es ihnen drei Jahre nach dem 7. Oktober? Welche politischen Kräfte vertreten ihre Interessen? Und wie nutzen sie das Privileg der Staatsangehörigkeit, um die Existenz ihrer Landsleute im Westjordanland und in Gaza zu sichern?
Diskussionen über die Palästinafrage drehen sich meist um die besetzten palästinensischen Gebiete, also das Westjordanland, Gaza und Ost-Jerusalem. Dabei sind auch die Palästinenser:innen in Israel von direkter oder indirekter Diskriminierung betroffen – beim Zugang zu Wohnraum, Bildung und Arbeit, bei der Gesundheitsversorgung und der Wahl ihrer Ehepartner:innen.
Am Mittwoch, den 30. September 2026 diskutiert Zeit zu reden international in Berlin über ihren Kampf um politische, rechtliche und soziale Gerechtigkeit. Auf Englisch sprechen wir über historische Kontinuitäten von der Nakba bis heute, über soziale und räumliche Realitäten in überfüllten Stadtvierteln und den Weiten des Negev und über juristische Strategien.
Zeit zu reden international: Israels palästinensische Staatsbürger:innen
Kampf um politische, rechtliche und soziale Gerechtigkeit – Auf Englisch
30. September 2026, 19:00 – 21:30
Spore Initiative, Hermannstr. 86, 12051 Berlin
Freier Eintritt
Im Oktober und November stehen bei Zeit zu reden vier Veranstaltungen an, am besten schon mal vormerken:
Mehr Informationen sowie Hintergründe zu bisherigen und kommenden Panels finden Sie auf unserem Instagram-Account, unserer Website www.zeitzureden.org, auf Facebook und LinkedIn.
Wir freuen uns auf die neue Saison – auf ein persönliches Kennenlernen mit neuen Newsletter-Abonnent:innen und das Wiedersehen mit treuen Wegbegleiter:innen.
Herzlich grüßt das
Zeit zu reden Team
Ido Arad, Haig Ghokassian & Kristin Helberg
Liebe Freunde,
This week, world leaders are gathering in New York for the UN General Assembly. While Israel’s Prime Minister Benjamin Netanyahu is once again flying a detour route to avoid arrest, the Palestinian delegation is stuck in Ramallah for the second year in a row. In the past, entire UN debates have been moved to Geneva for this reason (that was the only way PLO leader Yasser Arafat could address the General Assembly in 1988). Today, Mahmoud Abbas will send a video message.
However, neither of these two politicians speaks for the people at the centre of next week’s Zeit zu reden: the two million Palestinian citizens of Israel. They make up 20 per cent of Israel’s population, and they will also be called to the polls on 27 October to elect a new Knesset. So it’s high time to take a closer look at this group of Palestinians. How are they doing three years after 7 October? Which political forces represent their interests? And how do they leverage their citizenship to support the existence of their compatriots in the West Bank and Gaza?
Discussions of the Palestinian question usually focus on the occupied Palestinian territories, the West Bank, Gaza and East Jerusalem. Yet Palestinians in Israel also face direct and indirect discrimination in access to housing, education, employment and healthcare, and even in their choice of spouse.
On Wednesday, 30 September 2026, Zeit zu reden international will be discussing their struggle for political, legal and social justice in Berlin. In English, we will talk about historical continuities from the Nakba to the present day, about social and spatial realities in overcrowded urban neighbourhoods and the vast expanses of the Negev, and about legal strategies.
Zeit zu reden international: Israel’s Palestinian Citizens
A struggle for political, judicial and social justice – In English
30. September 2026, 19:00 – 21:30
Spore Initiative, Hermannstraße 86, 12051 Berlin
Free entry
Four Zeit zu reden events are coming up in October and November. Mark your calendars:
You’ll find more information and background on past and upcoming panels on our Instagram account, our website www.zeitzureden.org, and on Facebook and LinkedIn.
We’re looking forward to the new season, and to meeting our new newsletter subscribers in person.
Warm regards,
The Zeit zu reden team
Ido Arad, Haig Ghokassian & Kristin Helberg

