Zeit zu reden international: Waffen, Profite, Straflosigkeit

Über die Rolle und Verantwortung des globalen Waffenhandels in Zeiten von Kriegsverbrechen

Auf Englisch

19. November 2026, 19:00 – 21:00

Spore initiative
Berlin

Freier Eintritt

Deutschland rüstet auf. Bis 2030 soll der Verteidigungshaushalt auf historisch beispiellose 183 Milliarden Euro pro Jahr anwachsen. Schon heute ist der globale Waffenhandel ein Milliardengeschäft – geprägt von wirtschaftlichen und politischen Interessen sowie weitreichender Intransparenz.

 Während europäische Staaten angesichts des Kriegs in der Ukraine und der Erosion westlicher Hegemonie immer höhere Rüstungsausgaben mit nationaler Sicherheit begründen, gelangen Waffen und Militärtechnologien in Gebiete, in denen schwerste Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung sind.

Gaza ist eines der eklatantesten Beispiele: Israels Kriegsführung hat zu einer beispiellosen humanitären Katastrophe geführt; die UN sprechen von Völkermord. Doch die Frage nach der Verantwortung jener, deren Waffenlieferungen dies mit ermöglichen, wird im politischen und öffentlichen Diskurs nur am Rande verhandelt.

 Welche Rolle spielen Korruption, Lobbyismus und politische Einflussnahme im globalen Waffenhandel? Warum bleiben Staaten, Politiker:innen und Unternehmen, deren Waffengeschäfte Verbrechen mit ermöglichen, so oft unberührt? Und welche juristischen, journalistischen und zivilgesellschaftlichen Hebel gibt es, um diese Formen der Straflosigkeit aufzubrechen?

Das Panel nimmt die Strukturen und Mechanismen des globalen Waffenhandels in den Blick – und fragt nach der Verantwortung derer, die ihn ermöglichen und von ihm profitieren.

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